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"Between Two Worlds"

    der Totentanz From Bern

            auf MEARS MUSIC label

 

"Between two worlds" beinhaltet die 60-minütige Komposition "der Totentanz von Bern", mit dem 60-köpfigen Berner Unichor, Kammerorchester und Jazzensemble. Als Bonustrack folgen dann 2 Stücke aus "Between two worlds", einer Suite für Didgeridoo, dem Kammerorchester der Deutsche Kammer Akademie Neuss und Jazztrio.

 

17,50 plus Versandskosten

Bestellen über  adrianmears@gmx.de

track 23 "Death to Queen" (2.3MB) Play

 

Anmerkungen des Komponisten

 Nachdem ich eingeladen wurde, eine Komposition zur Feier des 20-jährigen Bestehens des Chors der Universität Bern zu schreiben, begab ich mich auf die Suche nach einem bedeutungsvollen Thema, von ebenso grossem Reiz wie Gewicht. Ein Thema, das die Geschichte der Stadt Bern mit einer kraftvollen Grundlage verbindet, auf der man jedermanns Fantasie anrühren kann. Der Totentanz (Danse Macabre) erfüllt diese Anforderungen in jeglicher Weise und wurde seit seiner Entstehung um das 14. Jahrhundert von Komponisten, Literaten und Tänzern unzählige Male verwendet.

Ich nutzte die Gelegenheit, meine klassischen Einflüsse von modernen Romantikern wie Debussy, Strawinsky und Fauré mit den reichen harmonischen und rhythmischen Strukturen des Modern Jazz zu vereinen.

 Da der Totentanz in poetischer Form verschiedene typisierte Figuren der Gesellschaft beschreibt, entschied ich mich, die Reden des Todes (Robert Koller – Bariton) mit den in einer Jazz-Interpretation wiedergegebenen Antworten (Lisette Spinnler – Mezzosopran) in einem klassischen Format zu portraitieren. Einflüsse des Jazz, die hier zum Tragen kommen, schliessen die Stile von Gil Evans, Bob Brookmeyer oder Shirley Horn with Strings (Arrangement von Johnny Mandel) mit ein.

 Ich empfand es als notwendig, die alte Sprache des 1516 gemalten Textes in meine Muttersprache – Englisch – zu übersetzen. Indem ich sie wieder in Poesie umformte, machte ich sie meiner eigenen musikalischen Gedankenwelt und hoffentlich ebenso dem internationalen Publikum zugänglicher. Bei der Bearbeitung des Textes von Niklaus Manuel Deutsch entstanden 60 Minuten Musik, in denen sich viele seiner Bilder wiederfinden.

Zusammen mit gemischtem Chor, Kammerorchester, Harfe, Orgel und einem Jazz-Ensemble war diese Komposition zuerst Uraufführt in der Kirche, an deren Mauern das Original des Berner Totentanzes gemalt wurde.

 

                                                                                             Adrian Mears

                                                                                     (Übersetzung: F. Lehmann)

Niklaus Manuel schuf als Maler und Zeichner herausragende Werke. Er verfasste brillante Flugschriften, die damals gegenwärtige Missstände gnadenlos anprangerten. In seinem Fastnachtsspiel „Die Totenfresser“ liess er den Papst als Antichrist auftreten. Als Politiker vertrat er die Zwinglische Reform im Geiste einer äusserst weitsichtigen Toleranz.

Zentrum seines Schaffens aber ist der Totentanz, den 1516 bis 1519 er an die Mauern der Dominikanerkirche zu Bern malte. „In einer kaum überblickbaren Reihe beinahe lebensgrosser Figuren bewegten sich Menschen aus allen Ständen und Berufen – geleitet, gezerrt, bedroht von schrecklichen Todesdämonen – einem Beinhaus zu“, schreibt Paul Zinsli. Beachtenswert an Manuels Mauerfries waren freilich nicht allein die Malereien sondern genauso die 92 Strophen, die den Kommentar zu den Bildern lieferten. Seine Verse beeindrucken durch Frische und Farbigkeit, sie treffen mit ihrer kraftvollen und schonungslosen Direktheit.

Der Tod sprechend und tanzend – solche erschreckend lebendigen Darstellungen finden sich zu der Zeit weit verbreitet. Und auch heute noch inspirieren sie Künstler und faszinieren Laien.

 Im 16. Jahrhundert zog der  Berner Bilderzyklus Besucher aus ganz Europa an. Doch schon bevor er 1660 in einem städtebaulichen Vandalenakt zerstört wurde, beklagten zeitgenössische Besucher, dass das ausserordentliche Werk nicht vor dem Verfall geschützt wurde. 1649 schuf der deutsche Maler Albrecht Kauw eine vermutlich getreue Aquarell-Kopie des Totentanzes, die heute im Historischen Museum Bern aufbewahrt wird. Im Münster ist er als Glasmalerei Eduard von Rodts aus dem Jahre 1918 zu sehen.

 

                                                                                              Franzisca Lehmann

 

 

 

 

 

 

 

 

didge photo von Eric Weiss             

 

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Totentanz von Bern                        

Robert Koller                                Bariton

Lisette Spinnler                        Jazz-Vocals

Adrian Mears                         Posaune

Collon Vallon                               Piano

Bänz Oester                                 Bass

Matthias Heep                          Leitung

Kammerorchester ad hoc

Special Gäste Akiko Hasegawa, Altin Tafilaj

Chor der Universität Bern

Recorded live at the Franziskaner Church Bern and at the Peterskirche, Basel, Switzerland 13th & 15th of June, 2006. Mixed & mastered at Idee und Klang studios, Basel. Soundengineer; Daniel Dettwiler. Second engineer on recording; Moriz Wetter. Assistant engineers on recording; Hannes Kumke and michael brändli.

 

 

 "Between Two Worlds"(bonus tracks)

Part 1 Challenge

Part 2 Waiting

Dirigent     Till Fabian Weser

Adrian Mears                         Didgeridoo

Jürgen Friedrich                        piano

Volker Heinze                             bass

John Hollenbeck                       drums

Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein

Recorded live the Zeughaus in Neuss and the Kloster Knechtsteden Basilika, Dormagen, Germany.  16 &17. Nov. 03. Sound engineer; Oliver Bergner. Assistant engineer; Janosch John

   
           
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