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New Orleans Hardbop
 

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ADRIAN MEARS NEW ORLEANS HARDBOP

Adrian Mears: (AUS) posaune
Domenic Landolf: (CH) tenorsax/bass klarinette
Peter Madsen: (USA) klavier
Stephan Kurmann: (CH) bass
Mario Gonzi: (A) drums

 

 

 

 

 

 

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Adrian Mears

Wenn Adrian Mears zur Posaune greift, schlägts regelmässig reihum prachtvoll Funken. Dass diese sofort und gründlich auf sein Publikum übergreifen, ist angesichts seiner offenen, charismatischen und froh gelauntenmusikalischen Kommunikations-fähigkeit und zutiefst variablen Bandbreite nicht weiter erstaunlich.

Pech für die australische Jazzszene: nachdem sie den 1969 in Sydney geborenen Mears zum besten ihrer Posaunisten erkoren hatte (den "Besten Australischen Komponisten 1999" und die "Beste Jazz-Band" für seine Formation "Free Spirits" hatte er schon früher eingeheimst), zog es ihn Richtung Europa. Nach einer Zwischenstation in München liess er sich in Lörrach nieder und hat sich seither stupend schnell zu einer der stärksten und hervorragendsten Stimmen im europäischen und deutschen Jazz entwickelt. Meilensteine im seiner Karriere sind Arbeiten mit Bobby Shew, Eddie Palmieri, "McCoy Tyner Big Band", Bob Brookmeyer`s New Art Orchestra, Charlie Mariano, Kenny Wheeler, Johannes Enders und etwelchen anderen Grössen, aber auch seine langjahrigen Mitwirkung unter anderem bei "Vienna Art Orchestra" und "Ugetsu." Als Bandleader leitet er eigene Formationen vom Duo bis zum Tentett. Seit zehn Jahren wirkt Adrian Mears als Leiter der Posaunenklasse der Hochschulen in Mannheim und früher Köln, seit nunmehr drei Jahren unterrichtet er auch an der Fachhochschule Basel Posaune und Gehörbildung. Seine grandiosen und vielschichtigen kompositorischen Fähigkeiten spiegeln sich beispielsweise in den letzten vier "Ugetsu"-Produktionen wider, machen aber auch vor klassischen Brass Ensembles und Streichorchestern nicht Halt.

Adrian Mears ist ein gediegener stilistischer Multi-Genius, der mit eleganter Grandezza zwischen melancholischen Blues-Elementen, aufmüpfigem Funk, vorwärts drivendem Bop und samtener Lyrik wandelt und die eigene natürliche und allgegenwärtige Gabe zum Swingen mit derjenigen seines Instruments homogen verbunden einsetzt. Seine Auftritte geraten stets zu denkwürdigen Jazz-Erlebnissen, die sich souverän zwischen introvertierter, filigraner und leichtfüssiger Melodiosität und eruptiver, vitaler und definitionsbewusster Orkanstärke bewegen. Adrian positioniert sich als atemberaubend starker, eindrücklicher und versierter Solist goldrichtig, ist in Dialogen nie um eine Antwort verlegen. Wenn er dann auch noch zum Didgeridoo greift und diesem eher archaischen Ur-Instrument eine reiche Palette an Klangfarben und Rhythmus entlockt, wundern sich sogar die Fachleute....


 

 

 

 

"Mears handhabt seine Posaune, als spreche er mit ihr: kein Ansatz unmöglich, keine Kombination zu schwierig. Bei solcher Technik ist der Kreativität keine Grenze gesetzt, kontrolliert liefen seine Improvisation ab." Münchener Merkur



"..die größtenteils neuen Kompositionen des wirklich phänomenalen Posaunisten Adrian Mears hingeblättert. Essenz kommt bei Mears eine faszinierende Fähigkeit, die Tontiefen seines Instrumentes auszuloten. Mit rasant zuckendem Posaunenzug tastet er sich vor in dumpfe, fast schon pränatale Sounds". Süddeutsche Zeitung

   

Peter Madsen

Für den aus Wisconsin stammenden, hochqualifizierten "Monster"-Pianisten Peter Madsen wurde Jazz im Alter von dreizehn zu einem Thema, das bis heute problemlos vorgehalten hat. Nach seiner summa cum laude an der heimatlichen Uni abgeschlossenen Musikerausbildung zog es ihn 1980 nach New York. Von dort aus tourte er 1987 mit Stan Getz durch Europa und Japan, was ihm international Türen öffnete. Die Liste der grossen Namen, mit denen er zusammenarbeitete, ist schier endlos und reicht von Don Cherry über Pee Wee Ellis bis Ira Coleman. Daneben leitet Peter, der heute in Österreich und Amerika lebt, eigene Bands, komponiert, arrangiert, unterrichtet, schreibt Jazz-Kolumnen und erscheint auf über 60 Alben - ein vielseitiges, starkes und vitales Talent.
Peter Madsen gilt als Tasten-Zauberer, dessen rechte Hand wahre Wunder vollbringt und der eine riesige stilistische Palette mit Esprit, Nonchalance und einer gewissen, nie verunglückenden Abenteuerlichkeit umzusetzen weiss. Seine grundsätzliche Freude, die Geschichte des Jazz gekonnt und gewitzt in die Moderne zu transponieren, charakterisiert und beflügelt sein Werk. So verlieh er beispielsweise in seiner neuen solistischen Auseinandersetzung mit Thelonious Monk, die viel Anerkennung fand, dessen Werken seine ganz eigene, innovative und inspirierte Identität.



 

 

   

Mario Gonzi

Er spielte u. a. mit dem Art Farmer Quintett, Johnny Griffin, Benny Bailey, Scott Hamilton, Bob Berg, Bob Brookmayer, Dado Moroni, Joe Haider, Ed Schuller, Clark Terry, Benny Golson, Don Friedmann und ist festes Mitglied des weltberühmten Vienna Art Orchestras.

 





 

 

 

 

   

Domenic Landolf

Der Magie, die Domenic Landolfs Spiel und Kompositionswerk charakterisiert, kann man sich kaum entziehen. Der 1969 in Bern geborene, seit 1995 in Basel lebende Musiker hat sich innerhalb weniger Jahre vom nachwachsenden Hoffnungsträger und baby lion zum vermutlich begnadetsten Saxophonisten der jüngeren Schweizer Garde entwickelt und ist drauf und dran, seinen Ruf auch international zu festigen. Dass dahinter ein respektables Quantum an nicht nur technisch-kognitiver, sondern auch innerlich-intuitiver und selbstkritischer Arbeit steckt, auf welcher seine sehr früh ausgeprägte Persönlichkeitsstärke und musikalische Reife basiert, wundert nicht. Sein ruhiges, überlegtes und eher introvertiertes Naturell prädestinieren ihn wohl dafür.

Mit sieben Jahren setzte sich Domenic Landolf erst einmal ans Klavier, um fünf Jahre später zum Saxophon zu wechseln, das er heute so meisterlich beherrscht. 1992 schloss er sein Studium bei Andy Scherrer an der Swiss Jazz School ab. Seither arbeitete er unter vielen anderen mit Jimmy Woode, James Zollar, George Gruntz, Vince Benedetti, Joe Haider, Joe Lovano und in den verschiedensten Formationen. An der Fachhochschule Basel unterrichtet er Saxophon, ist derzeit festes Mitglied von sieben Bands und leitet sein eigenes Quartett, mit dem er im Januar 2002 die CD "Levitation" veröffentlichte. Mit diesem Werk manifestierte er eindrücklich auch sein herausragendes Talent als Komponist, der sich zu einem gewissen Mass an Wayne Shorter ausrichtet. Seine Tunes sind von lyrischen, manchmal sentimentalen Stimmungen geprägt, deren charaktervolle, oft abstrakte Schönheit fast herb anmutet und Kitsch und geläufige Klischees weit von sich weist. Dasselbe gilt für Landolfs frischen und von respektvoller Freiheit geprägten interpretatorischen Umgang mit Standards.

Domenic Landolf ist ein ernsthafter und ernst zu nehmender Musiker, der mit einem weit überdurchschnittlichen Potenzial an Fantasie, Mut und Vorstellungskraft, zusätzlich aber auch einer absolut gekonnten und immer wieder verfeinerten Technik zu Werke geht und seine klare Konzeption klar zum Ausdruck zu bringen vermag. Ein Saxophonist (und auch Bassklarinettist), dessen kraftvoller, weicher Ansatz, perlende Scales, verinnerlichte expressive Soli und richtungsweisende Ensemble-Arbeit Massstäbe setzt und der in den "tenor battles" der Formation "Three Generations of Swiss Tenors" neben seinem früheren Lehrer Andy Scherrer und Bandleader Roman Schwaller die dritte Generation fabulös zu repräsentieren weiss.


 

 

 

 

 

   

Stephan Kurmann


Spielte im Verlaufe seiner Karriere weltweite Konzerttourneen, trat an vielen grossen Festivals auf und etablierte sich einen Ruf als vielseitiger, zuverlässiger, ideenreicher und mit allen Wassern gewaschener Musiker. Wird von den hier ansässigen Musikern deswegen sehr geschätzt und bei Gelegenheit wurde seine Arbeit auch von folgenden internationalen Jazzgrössen beansprucht und geschätzt: Chet Baker, Wild Bill Davison, Sal Nistico, Doug Hammond, Dado Moroni, Kirk Lightsey, Mark Soskin, Harold Mabern, Steve Grossman, Alvin Queen, Mal Waldron, Lee Konitz und vielen anderen.
Seit 1987 Bandleader, Komponist/Arrangeur und Bassist seiner eigenen Gruppe "Stephan Kurmann Strings"
Hat sich auch intensiv mit der Kubanischen Tradition auseinandergesetzt und ist inzwischen auch auf diesem Gebiet sehr aktiv als Sideman tätig. (Picason, El Piquete Calderón, Cubano Bop, The Havana Jazz Trio, Stephan Kurmann Strings mit den Munequitos de Matanzas)
Mitbegründer und künstlerischer Leiter des im Sommer 1994 eröffneten Basler Jazz-Clubs "the bird's eye".
 


 

 

 

 

 

 



 

   
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